Das Komma das, woanders hingehört
KURIER, 9.7.2018
Nussknacker für Rodler
Auch wenn’s nicht ganz in die Jahreszeit passt – so haben Sie den “Tanz der Zuckerfee” aus Tschaikowskys Ballett “Der Nussknacker” noch nie gesehen:
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Warum ich Twitter und Facebook beliefere
„Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien.“ Das hat der Welterklärer Niklas Luhmann 1995 geschrieben – und wenig von dem, was er geschrieben hat, ist so überholt.
Was wir über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen heute immer mehr Menschen aus Social Media. Knapp vier Millionen Österreicher nützen regelmäßig Facebook, mehr als drei Millionen Youtube, fast zwei Millionen Instagram und rund eine halbe Million Twitter. Vor allem unter 40-Jährige bekommen ihre Nachrichten nicht mehr via PRESSE– oder KLEINE-Abo oder pünktlich um halb acht aus der ZIB, ja nicht einmal aus standard.at oder orf.at, sondern aus ihrem Social-Media-Newsfeed. Das ist die Nachfrageseite.
Was darf man schreiben? Was soll man schreiben?
Das ist ein hochinteressantes Streitgespräch zwischen Stefan Niggemeier, dem wohl interessantesten deutschen Medienjournalisten, und Harald Martenstein, dem bekanntesten und umstrittensten Kolumnisten des ZEIT-Magazins.
Rettet Martenstein die Redefreiheit, wenn er sich über Transgender-Toiletten lustig macht – oder zeigt er sich damit nur als empathieloser “heterosexueller, weißer, alter Mann”?
Wie der ORF in 5 Jahren aussieht? „Ich weiß es nicht.“
Schreiben wie Donald Trump
Putin im ORF: Die Transkripte
Es hat leider etwas gedauert, aber hier zum Nachlesen noch Transkripte des (ungekürzten) ORF-Interviews mit Wladimir Putin vom Juni 2018 auf Deutsch und in englischer Übersetzung – sowie ein Video des vollständigen Gesprächs mit englischen Untertiteln.
ORF-Interview mit W. Putin: Vollständiges deutsches Transkript
Konsistenz ist überschätzt
Donald Trumps Lieblingsmoderator auf FoxNews über Gipfeltreffen von US-Präsidenten mit Nordkoreas Diktator:
Zu viel politische Korrektheit?
Ich bin ja ein großer Freund politischer Korrektheit. In Wahrheit ist das doch einfach ein anderer Ausdruck für Anstand. Deshalb nerven mich auch die meisten der neuerdings so beliebten Texte über angebliche PC-Exzesse. Im Alltag politischer Diskurse nehme ich nämlich eher zu wenig als zu viel Anstand wahr. Aber tatsächlich wird es mit politischer Korrektheit manchmal auch übertrieben. Und das ist ein lesenswerter Text zu diesem Thema.
DIE ZEIT, 14.6.2018